
Huntington's Disease Therapeutics Conference 2020 – Tag 1
HDBuzz berichtet von der jĂ€hrlichen Huntingtonâs Disease Therapeutics Conference in Palm Springs – Tag 1


Unsere neuen Autoren Rachel Harding und Sarah Hernandez berichten von der Huntingtonâs Disease Therapeutics Conference â dem gröĂen jĂ€hrlichen Zusammentreffen von Huntington-Forschern.
Dienstagmorgen â Genotyp und Phenotyp
Guten Morgen aus dem sonnigen Palm Springs! Wir freuen uns hier zu sein fĂŒr die 15te jĂ€hrliche Konferenz. Dieses Jahr kommen zu Ed Wild und Jeff Carroll unsere neuesten Autoren Dr. Rachel Harding und Dr. Sarah Hernandez hinzu. Joel Stanton fasst ihre live Tweets zusammen zu unseren Tagesberichten.

Der erste Themenblock heiĂt âGenotyp und Phenotypâ und handelt von der Ăbersetzung der Huntington-Mutation (Genotyp) in die Huntington-Symptome (Phenotyp). Dr. Seth Ament startet mit der Beschreibung der Arbeit seiner Gruppe, die versucht erste VerĂ€nderungen in den Gehirnen von MĂ€usen mit mutiertem Huntington-Gen aufzuzeichnen. Die Zellen unseres Körpers und unseres Gehirns enthalten DNA, die wiederum aus ĂŒber 20.000 Gencodes aufgebaut ist. Welche Gene in einer Zelle ihre Wirkung entfalten können, bestimmt, wie diese Zelle funktioniert. Aments Labor untersucht, welche Gene sich auswirken und will verstehen, welche spezifischen Faktoren Huntington-Zellen dazu bringen, verschiedene Kombinationen von Genen wirksam werden zu lassen, in der Hoffnung, dass dies vielleicht steuerbar ist.
Zuerst beschreibt Ament seine Aufzeichnungen zu den Orten, an denen das Eiweià Huntingtin sich an die DNA anheftet. Die offensichtlichste Weise, auf die Huntingtin bestimmen könnte, welche Gene an- oder abgeschaltet sind, ist, indem es sich direkt an die DNA hÀngt. Es wurde bereits herausgefunden, dass das Protein sich bei Huntington-MÀusen an andere Bereiche des Genoms anheftet alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. bei gewöhnlichen MÀusen. Es könnte also sein, dass ein direkter Einfluss auf die DNA genommen wird, der wichtig ist, um die Huntington-Krankheit zu verstehen.
In Huntington-MĂ€usen, heftet sich das mutierte Huntingtin an Stellen an die DNA an, wo viel passiert â hier werden Gene ausgelesen und verwendet. Das mutierte Huntingtin tut möglicherweise etwas bestimmtes an Stellen, wo Gene aktiv genutzt werden. Könnte das erklĂ€ren, wie Zellen bei Huntington-Patienten, ihre Gene anders nutzen?
TatsĂ€chlich befinden sich genau die Gene an den besagten Stellen, die sich in Zellen von Huntington-MĂ€usen verĂ€ndern, es könnte also stimmen. Aments Team fand einen ĂŒberraschenden Zusammenhang: sie können vorhersagen, wie aktiv oder inaktiv ein Bereich der DNA ist, je nachdem wie gut sich das Huntingtin dort anheftet.
AlsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. nĂ€chstes stellt Ament die Erkenntnisse seiner Gruppe zu verĂ€nderten Genen im Gehirn von Huntington-Betroffenen dar. Erstaunliche neue Technologien ermöglichen es den Forschern, die Gene in einzelnen Zellen aufzuzeichnen. Aments Labor verwendet diese Methoden im Rahmen der NIHâs-BRAIN-Initiative. Sie untersuchten die VerĂ€nderungen in mehr alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. 13.000 individuellen Zellen aus Huntington-Maus-Gehirnen. Es gibt eine Anzahl an verschiedenen Arten von Zellen im Gehirn. Aments Ansatz ermöglicht es, die VerĂ€nderungen in jeder Art von Zelle separat aufzuzeichnen. So entsteht ein viel klareres Bild alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. bei einer gemischten Analyse. Die Ergebnisse ebnen den Weg zu einem viel genaueren VerstĂ€ndnis darĂŒber, was genau in den Zellen passiert â was wiederum dabei behilflich sein könnte zu verstehen, wie die Zellen individuell behandelt werden könnten.
Danach ist Hemali Phatnani vom New York Genome Center an der Reihe. Sie beschreibt ihre Erforschung von Ănderungen im Gehirn und im RĂŒckenmark von Patienten mit ALSALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. und einer weiteren verwandten Erkrankung namens FTD. Phatnani arbeitet mit einer groĂen Gruppe von ALSALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben.-Kliniken, um Zugang zu seltenen Proben zu bekommen, die von ALSALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben.-Patienten gespendet werden. Die Analysen dieser Proben werden alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. DatensĂ€tze sofort Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zur VerfĂŒgung gestellt, ein tolles Beispiel fĂŒr offene Wissenschaft. Wie die Huntington-Krankheit ist auch ALSALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. eine komplexe Erkrankung; verschiedene Zelltypen des Gehirns erfahren unterschiedliche SchĂ€den wĂ€hrend ihres Verlaufs. Phatnanis Gruppe steuerte dazu bei, neue Methoden zu entwickeln, um diese SchĂ€den aufzuzeichnen und das Zell-spezifisch. Unter folgendem Link können alle Wissenschaftler (oder neugierige Laien) auf ihre Daten zugreifen (http://als-st.nygenome.org).
AlsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. nĂ€chstes spricht Sumanjit Jayadev vom Medical Center der University of Washington. Jayadev erforscht eine bestimmte Art von Gehirnzellen, die Mikroglia. Diese beeinflussen das Fortschreiten der Huntington-Krankheit. Das Entfernen von Mikroglia aus den Gehirnen von Huntington-MĂ€usen fĂŒhrt zur Verbesserung von Symptomen. Wissenschaftler wissen seit einiger Zeit, dass die Huntington-Krankheit eine EntzĂŒndungEntzĂŒndung Aktivierung des Immunsystems, vermutlich am Huntington-Krankheitsprozess beteiligt hervorruft und Jayadev möchte erforschen welche Zellen auĂer den Neuronen im Gehirn bei diesem Prozess eine Rolle spielen. Gene, die EntzĂŒndungen hervorrufen, stellen fĂŒr Alzheimer-Patienten Risikofaktoren dar. Jayadev schaut sich an, in welchen Zellen des Gehirns diese Gene aktiv sind. Mithilfe ihrer Methoden kann sie Daten aus einzelnen Zellen zu diesem Zweck auswerten. Auf diese Weise wurden Unterarten von Mikroglia identifiziert, die nur bei Alzheimer-Patienten vorzufinden sind. Jayadev arbeitet mit Sage Bionetworks zusammen und stellt ihre Daten fĂŒr offen fĂŒr Wissenschaftler weltweit zur VerfĂŒgung. Die Daten machen es möglich den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung gleichzeitig mit dem An- und Abschalten von Genen in individuellen Hirnzellen zu beobachten. Falls diese Technik auch fĂŒr die Huntington-Krankheit angewendet werden kann, können Ărzte in der Zukunft eventuell mit der Information des Alters und der Anzahl von CAG-Wiederholungen, prĂ€zise Entscheiden, wie ein Patient am besten behandelt werden kann.
Der letzte Vortrag des Vormittags wird von William Yang gehalten. Er ist Huntington-Forscher an der University of California, Los Angeles. In seinem Labor werden groĂe DatensĂ€tze von verschiedenen Huntington-Mausmodellen erzeugt, die Aussagen darĂŒber treffen, wann verschiedene Gene angeschaltet werden, welche EiweiĂe dann erzeugt werden und mit gesunden MĂ€usen verglichen werden. In den DatensĂ€tzen können Forscher nach Mustern und ZusammenhĂ€ngen suchen, die eventuell anzeigen können, welche Gene bei Huntington-MĂ€usen miteinander wechselwirken. Diese Verhaltensmuster können mittels computergestĂŒtzter Methoden aufgezeichnet werden, um zu verstehen wie bestimmte Zelltypen zu VerĂ€nderungen im Gehirn die AktivitĂ€t von Genen beeinflussen.

In seinem Vortrag konzentriert sich Yang auf die Analysen von gesunden Kontroll-MĂ€usen. Mit seiner Technik konnten wichtige Funktionen identifiziert werden und welche Zellen zu diesen Funktionen beitragen. AlsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. seine Gruppe ĂŒber die Auftragung der Daten von Kontroll-MĂ€usen, die Daten von Huntington-MĂ€usen legte, fanden sie heraus, dass Gene die Schlaf-Wach-Zyklen und die Reparatur von DNA regulieren sich verĂ€ndert hatten. Damit bestĂ€tigen sich Ergebnisse aus anderen Forschungsarbeiten. Ăhnlich könnten mit seiner Aufzeichnungstechnologie viele andere Theorien zur Huntington-Krankheit bestĂ€tigt werden â ein brauchbares Werkzeug!
Dienstagnachmittag â Somatische InstabilitĂ€t
Der Nachmittagsabschnitt dreht sich um das PhÀnomen der somatischen InstabilitÀt. Einfach gesagt tritt diese auf, wenn eine lange Wiederholungsfolge der DNA sich in bestimmten Zelltypen in ihrer LÀnge verÀndert.
Wir starten in den Nachmittag mit Darren Monckton von der University of Glasgow. Er interessiert sich dafĂŒr, wie somatische InstabilitĂ€t die Huntington-Krankheit beschleunigt und inwiefern es eine gute Idee wĂ€re, das Aufhalten dieser InstabilitĂ€t alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. möglichen Behandlungsansatz zu wĂ€hlen. Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass sich die Anzahl an CAG-Wiederholungen von Gewebe zu Gewebe unterscheiden kann. Einige Zellen zeigen eine viel höhere Anzahl alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. andere. Das ist Ă€hnlich wie bei anderen Krankheiten, zum Beispiel Myotone Dystrophie. Die Variationen bei der CAG-Anzahl werden stĂ€rker, wenn die Patienten Ă€lter werden, die InstabilitĂ€t nimmt also zu. Weitherhin scheint bei gröĂerer Startanzahl von CAG-Wiederholungen die VariabilitĂ€t und damit die InstabilitĂ€t höher zu sein. Das bedeutet nicht, dass die CAG-Anzahl bei einem einzelnen Patienten sich im Laufe des Lebens grundsĂ€tzlich erhöht, sondern nur, dass einige Zellen manchmal eine erhöhte Anzahl aufzeigen.
Die Buchstabenkombination âCAGâ steht fĂŒr die AminosĂ€ureAminosĂ€ure die Bausteine aus denen die Proteine gemacht sind GlutaminGlutamin Der AminosĂ€ure-Baustein, der am Anfang des mutierten Huntingtin-Proteins zu oft wiederholt wird, daher wird die Huntington-Krankheit auch alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. Polyglutamin-Krankheit bezeichnet. GlutaminGlutamin Der AminosĂ€ure-Baustein, der am Anfang des mutierten Huntingtin-Proteins zu oft wiederholt wird kann allerdings auch durch den Buchstabencode âCAAâ abgekĂŒrzt werden und obwohl die DNA dann unterschiedlich aussieht, ist das daraus resultierende Protein das gleiche, wenn ein CAG durch ein CAA ersetzt wird. Mehr Details dazu hier.
Eine kĂŒrzliche Veröffentlichung zeigt, dass die Anwesenheit einer CAA-Sequenz fĂŒr eine höhere StabilitĂ€t sorgen kann. Die nĂ€chste interessante Frage ist dann, wie wird die InstabilitĂ€t hervorgerufen? Forschungsergebnisse zeigen jetzt, dass die DNA-Reparatur dafĂŒr interessant sein könnte, diese wird gerade in der Huntington-Forschung heiĂ diskutiert.
Spezifische Treiber (Gene) der InstabilitĂ€t könnten zur Behandlung der Krankheit von Interesse sein. Die Wissenschaftler arbeiten gerade daran, herauszufinden, welche dieser Treiber die wichtigsten sind und welche ein geeignetes Ziel fĂŒr Behandlungsmethoden darstellen können. Sie untersuchen zunĂ€chst, wie sich die InstabilitĂ€t der CAG-Anzahl ĂŒber die Lebensdauer eines Patienten hinweg entwickelt. Hierbei greifen sie aus Daten der Studie EnrollHD zurĂŒck.
Wenn man das Fortschreiten der Huntington-Krankheit beobachten und nachverfolgen könnte, indem man die InstabilitĂ€t mit einem einfachen Bluttest erfasst, könnten Ărzte auf wenig invasive Weise den Zustand ihrer Patienten erkennen und die bestmögliche Behandlung ermitteln.

AlsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. nĂ€chste trĂ€gt Karen Usdin von National Institutes of Health (NIH) vor. Sie hat sich auch mit somatischer InstabilitĂ€t beschĂ€ftigt und zwar an Hand von MĂ€usen mit einer anderen Nervenkrankheit namens Fragiles-X-Syndrom. Wie bei der Huntington-Krankheit, liegt auch beim Fragilen-X-Syndrom eine sich ungewöhnlich hĂ€ufig wiederholende Sequenz in einem Gen vor. Es ist in diesem Fall aber nicht die Abfolge CAG, sondern die Abfolge CGG. Die Wissenschaft geht davon aus, dass bei solch Ă€hnlichen Ursachen auch Ă€hnliche Krankheitsmechanismen vorliegen. Wie bei der Huntington-Krankheit gibt es auch beim Fragilen-X-Syndrom somatische InstabilitĂ€t und Gene, die bei der DNA-Reparatur mitwirken, beeinflussen diese InstabilitĂ€t. Usdin stellt bei den von ihr untersuchten MĂ€usen fest, dass das VerĂ€ndern der Anzahl von DNA-Reparatur-Genen die weitere VerlĂ€ngerung des CGG-Strangs verhindert und sogar einige CGG-Wiederholungen wegnimmt. FĂŒr uns ist es furchtbar interessant von solchen Erforschungen auĂerhalb der Huntington-Welt zu hören, die neue Ideen und Wissen einbringen und damit vielleicht die Forschung an der Huntington-Krankheit beschleunigen können!
Den folgenden Vortrag hĂ€lt Ravi Iyer von CHDI. Er handelt von einem Medikamentenprogramm. Ziel des Programms ist es, kleine MolekĂŒle zu identifizieren, die die LĂ€nge des CAG-Stranges stabilisieren. Viele Unternehmen kooperieren hier mit CHDI. Eine ihrer Methoden ist es, sich die Strukturen der ZielmolekĂŒle genau anzusehen, beispielsweise Proteine, die bei der DNA-Reparatur mitwirken. Der gröĂte Vorteil von kleinen MolekĂŒlen ist, dass sie in Form einer Tablette eingenommen werden könnten. Daher handelt es sich um einen spannenden Ansatz. Gleichzeitig mĂŒssen die Forscher hier aber besonders vorsichtig sein, damit keine unerwĂŒnschten Nebenwirkungen hervorgerufen werden. Man muss noch einen weiten Weg zurĂŒcklegen, bevor wir sagen können, ob kleine MolekĂŒle einen Erfolg haben werden. Es ist eine groĂe Gruppe von Wissenschaftlern, die sich angefĂŒhrt von CHDI aktuell damit beschĂ€ftigen und wir freuen uns auf Neuigkeiten bei kĂŒnftigen Konferenzen.
AnschlieĂend berichtet Brian Battencourt fĂŒr Triplet Therapeutics, einer Firma, die im oben beschriebenen Projekt arbeitet. Er soll mehr ĂŒber die Therapiemöglichkeiten von somatischer InstabilitĂ€t erklĂ€ren. Eines der Ziele ist, die zusĂ€tzliche VerlĂ€ngerung der CAG-Wiederholungssequenz aufzuhalten und den Ausbruch der Huntington-Krankheit herauszuzögern, am besten bis zu einem Alter, das realistischerweise gar nicht erreicht wird. Die Wissenschaftler legen PrioritĂ€ten fest, welche MolekĂŒle sie alsALS Eine fortschreitende Nervenkrankheit, bei der Bewegungsneuronen absterben. erstes untersuchen. So können sie effizient an ihrem Ziel arbeiten, potentielle Medikamente so schnell wie möglich zu entdecken. Nachdem sie zunĂ€chst auf die Sicherheit und niedriges Gefahrenpotential geschaut hatten, entwickelte Bettencourts Gruppe MolekĂŒle, die 8 verschiedene Gene ansteuern. Das ist zwar eine groĂe Anzahl von AnknĂŒpfungspunkten, sie ist aber noch klein genug um relativ schnell abgearbeitet zu werden. Wie beschrieben ist diese Forschung Teil eines gröĂeren Konsortiums und Bettencourt arbeitet z. B. mit HDBuzz-Autor Jeff Carroll zusammen. Wir gehen davon aus, dass sie in der Lage sein werden, im nĂ€chsten Jahr nĂ€heres zu berichten.
Den letzten Vortrag des Tages hĂ€lt Jeff Carroll, der die zweite TageshĂ€lfte zum Thema somatische InstabilitĂ€t zusammenfasst. Eines der Themen, fĂŒr die er sich interessiert, ist die Auswirkung von Huntingtin-Verminderung auĂerhalb des Gehirns, beispielsweise in der Leber. Interessanterweise fĂŒhrt die Verminderung von Huntingtin zu einem Absenken in spezifischen Gewebearten, in anderen dagegen nicht. Jeff Carrolls Arbeitsgruppe wollte das genauer verstehen, daher arbeiten sie zusammen mit Prof. Sarah Tabrizi an der Forschung an menschlichen Neuronen.
In einem Ataxie-Mausmodell (Ataxie ist eine andere Erkrankung, die auf zu viele CAG-Wiederholungen zurĂŒckzufĂŒhren ist) wurde bei Huntingtin-Verminderung festgestellt, dass sich auch die somatische InstabilitĂ€t reduzierte. Dies könnte bedeuten, dass das mutierte Huntingtin selbst ein EiweiĂ ist, dass bei zusĂ€tzlichen VerlĂ€ngerung eine Rolle spielt. Falls das so ist und falls Huntingtin beeinflusst, wie gut unsere DNA erhalten bleibt, möchte die Gruppe von Carroll herausfinden, wie genau das vor sich geht und was die Auswirkungen fĂŒr Huntington-Patienten sind. Es handelt sich hierbei noch um eine sehr neue Beobachtung.
Das wĂ€râs vom ersten Tag der Konferenz, wir berichten bald auch von Tag 2 und 3!
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